So Long Leonard

Posted on Fri 11 November 2016 • Tagged with leonardcohen, musicLeave a comment

Wenn ich Nachts, zu früh, aufwache mache ich oft Deutschlandfunk an und hoffe, dass die Monotonität der Sprache mich zurück in die Träume leitet. Schon zum zweiten mal diese Woche wache ich durch Schlagworte in den Nachrichten auf, fange im Halbschlaf nur ein paar Verben zu den Schlagworten auf, mein Gehirn macht Annahmen und verbindet alles zu einem Brei, der sich wie ein Albtraum anfühlt. Vor allem wenn sich alles als wahr herausstellt. Am Mittwoch Morgen war es Donald Trump und heute Morgen war es der Name Leonard Cohen der mich, im Bett, aufschnellen ließ.

Es ist über 10 Jahre her, als mein guter Freund Manuel mir immer wieder neue Musik zukommen ließ. All das was er als wichtig empfand, Sachen die ich kennen sollte und ohne die man höchstwahrscheinlich nicht leben könne oder ohne die man, nachdem man sie gehört hatte, nicht mehr leben konnte. Durch diese immer wachsende Sammlung fing diese sehr interessante Reise erst an. Über die frühe Folk Musik bis hin zu New Wave aus den 80er Jahren. Nun hatte ich zwei Alben von Leonard Cohen. Diese hörte ich abwechselnd mit den Alben von Bob Dylan auf meinen täglichen Touren, die ich wegen meines Zivildienstes zurück legen musste. Die Trostlosigkeit bekommt seine neue Bedeutung wenn Leonard Cohen einem vom Chelsea Hotel vorsingt.

Es war in Israel als ich mit meinen Freunden durch die Wüste fuhr, immer wieder anhielten, uns über Musik unterhielten. Vielleicht mit die schönste Zeit meines Lebens. Eine Freundin erzählt mir von dem Leonard Cohen Konzert, das sie vor kurzem besucht hatte, wie bewegt sie war. Dieser alte Mann wie er auf dem Boden kniet, halb zerbrochen und demütig. In einem Buchladen am See Genezareth kaufte ich seinen neusten Gedicht Band. Gedichte die er in der Zeit im Zen-Kloster geschrieben hat. Er war das Thema als wir in einem Büchercafe in Jerusalem halt machten. Als uns mein Vater vom Flughafen in Deutschland abholte, hörten wir seine Lieder bis wir Zuhause eintrafen. Der Schnee umhüllte uns und wir froren, vermissten dieses sonnige und wunderschöne Land.

Leonard Cohen spielte ein Konzert im nächsten Sommer. Und das an meinem Geburtstag. Mein Schwager und ich kauften uns die billigsten Tickets und standen da auf unseren Plätzen, Stunde um Stunde und Minute um Minute. Es war wunderschön, anmutig. Als er sang "You told me again you preferred handsome men. But for me you would make an exception" zerbrach mein Herz. Und wie die Menschen feierten als er "Berlin" besang in "First We Take Manhatten".

Heute als ich vor Schreck aufwachte und Deutschlandfunk "Suzanne" anspielte, fiel etwas von mir ab. Ich konnte nicht mehr an mir halten... was für eine Zeit.

Oh, the wind, the wind is blowing,

through the graves the wind is blowing,

freedom soon will come;

then we'll come from the shadows.


My Bloody Valentine's Loveless in 5 Minuten

Posted on Thu 03 November 2016 • Tagged with mybloodyvalentine, musicLeave a comment

Ich habe My Bloody Valentine durch den Soundtrack von Lost In Translation kennengelernt. Ich musste einfach wissen was das für eine Band ist, zu der Billy Murray und Scarlett Johansson durch das nächtliche Tokyo fahren und die Lichter der Stadt an ihnen vorbeiziehen lassen. Ich bestellte mir Loveless und ich brauchte zwei Durchgänge um den Zauber entfalten zu lassen. Und diese Durchgänge mussten laut sein. Sehr laut. Dann hatte mich das Album in seinen Fängen. Ich erinnere mich gut an meinen Urlaub in Jerusalem und ich Nachts alleine im Bett lag, die Wichtigkeit der gesamten Stadt auf meine Brust drückte und ich den Song To Here Knows When hörte, in voller Lautstärke.

Um dieses Album ranken sich so viele Geschichten. Hier eine kleine Dokumentation dazu.


Kevin Shields über seinen Sound

Posted on Fri 30 September 2016 • Tagged with kevinshields, mybloodyvalentine, shoegazeLeave a comment

Its like a mermaid falling into a blackhole


Arcade Fire, Greta Gerwig, Spinke Jonze und überhaupt

Posted on Thu 22 September 2016 • Tagged with arcadefire, gretagerwig, spikejonze, musicLeave a comment

Ich habe dieses Video jetzt vielleicht 30 mal angeschaut. Auch wenn ich einige Arcade Fire Platten besitze, war mir der Hype immer zu groß. Aber wahrscheinlich bin ich wieder einmal auf dem Holzweg und schiebe super Bands vor mich hin aus unergründlichen Gründen.

Dies ist eine Aufnahme von irgendeinem Youtube Event. Arcade Fire spielen live auf der Bühne und es tut sich ein ganzes Musikvideo auf. Gedreht von Spike Jonze... mit Greta Gerwig... unfassbar.


semantic-ui und webpack

Posted on Wed 21 September 2016 • Tagged with javascript, semanticui, webpackLeave a comment

source: http://www.headoverfeels.com/2013/04/25/it-does-tend-to-haunt-you-doctor-who-recap/

Hier bin ich, der mega Java Script, CSS Webentwickler. Ich habe vor vielen Jahren aufgegeben überhaupt ansatzweise CSS zu verstehen. Danke Google und viel Copy-Pasta komme ich damit auch irgendwie über die runden. Verstehen tue ich fast nichts. Noch schlimmer ist JavaScript für mich. Ich habe auch sonst nicht die riesige Programmiererfahrung und fühle mich in meiner kleinen Python-Welt ziemlich wohl. Es gibt aber Projekte an denen kommt man nicht darum herum ein wenig Webkram zu erledigen.

Ich habe mich dafür entschieden diese kleine Firmenseite mit Lektor zu bauen. Ein CMS, gebaut in Python, das statisches HTML generiert und wahnsinnig flexibel mit den Datenstrukturen ist. Man kann Datenmodele anlegen für bestimmte Arten von Seiten die wiederum vorgefertigte Elemente besitzen. Ich habe eine weile gebraucht und bin zum Fan geworden. Und stimmten die Datenmodelle kommt man schnell an den Punkt an dem es keinen Spaß macht: Die Templates. Versteht mich nicht falsch, die Templatesprache Jinja2 ganz wunderbar. Es ist HTML, CSS und JavaScript das mich regelmäßig gehirnfurzen läßt. Welche Frameworks setzt man ein? Im Endeffekt ist man beim erstem import schon veraltet und verpasst immer den letzten heißen Scheiß. Die Seite wanderte von purecss über Bootstrap zu Semantic UI. Nun habe ich in den Docs von Lektor von webpack erfahren. Die Beschreibung auf der offizielle Website hat mich noch mehr in die Verzweifelung getrieben. Aber wenn ich es nun richtig verstanden habe generiert er statische Assets und kann die Files kleiner machen. Man wirft ihm sein JavaScript (mit allen Abhängikeiten) und sein CSS (mit allen Abhängigkeiten) hin und er generiert ein JS und ein CSS daraus. Dies funktioniert mit manchen Frameworks besser und mit manchen weniger. Semantic-UI scheint da so seine Probleme zu haben. Hier also der Weg der für mich funktioniert hat.

Meine webpack.config.js:

var webpack = require('webpack');
var path = require('path');
var ExtractTextPlugin = require('extract-text-webpack-plugin');


var options = {
  entry: {
    'app': './js/main.js',
    'styles': './scss/main.scss'
  },
  output: {
    path: path.dirname(__dirname) + '/assets/static/gen',
    filename: '[name].js'
  },
  devtool: '#cheap-module-source-map',
  resolve: {
    modulesDirectories: ['node_modules'],
    extensions: ['', '.js']
  },
  module: {
    loaders: [
      {
        test: /\.js$/,
        exclude: /node_modules/,
        loader: 'babel-loader',
        query: {
          presets: ['es2015'],
        }
      },
      {
        test: /\.scss$/,
        loader: ExtractTextPlugin.extract('style-loader', 'css-loader!sass-loader')
      },
      {
        test: /\.css$/,
        loader: ExtractTextPlugin.extract('style-loader', 'css-loader')
      },
      {
        test: /\.(woff2?|ttf|eot|svg|png|gif)(\?.*?)?$/,
        loader: 'file'
      }
    ]
  },
  plugins: [
    new webpack.optimize.UglifyJsPlugin({
      compress: {
        warnings: false
      }
    }),
    new webpack.optimize.DedupePlugin(),
    new webpack.optimize.OccurenceOrderPlugin(),
    new webpack.ProvidePlugin({
      $: 'jquery',
      jQuery: 'jquery'
    }),
    new ExtractTextPlugin('styles.css', {
      allChunks: true
    })
  ]
};

module.exports = options;

Ich habe alle Komponenten die ich von Semantic-UI brauche separat installiert:

npm install -save-dev semantic-ui-css semantic-ui-sidebar semantic-ui-transition semantic-ui-visibility

Dann habe ich alle CSS files in meine /scss/main.scss importiert:

@import "~semantic-ui-css/components/reset.css";
@import "~semantic-ui-css/components/site.css";
@import "~semantic-ui-css/components/container.css";
@import "~semantic-ui-css/components/grid.css";
@import "~semantic-ui-css/components/header.css";
@import "~semantic-ui-css/components/image.css";
@import "~semantic-ui-css/components/menu.css";
@import "~semantic-ui-css/components/divider.css";
@import "~semantic-ui-css/components/dropdown.css";
@import "~semantic-ui-css/components/segment.css";
@import "~semantic-ui-css/components/button.css";
@import "~semantic-ui-css/components/list.css";
@import "~semantic-ui-css/components/icon.css";
@import "~semantic-ui-css/components/sidebar.css";
@import "~semantic-ui-css/components/transition.css";
@import "~slick-carousel/slick/slick.css";

Alles anderen Versuche dies über meine /js/main.js zu machen, gelangen mir nicht. Alle möglichen require('semantic-ui-css/components/reset.css') wollten es einfach nicht tun. Als @import in der /scss/main.scss war es kein Problem. Nun kommen wir zum JavaScript. Normalerweise reicht ein require('meinetollejslib') und webpack hangelt sich durch die files und macht damit Sachen. Nur mit den Komponenten von Sematic wollte es nicht wirklich. Woran es genau lag weiß ich auch nicht so recht. Hat wohl was mit der Mondphase und rechtsdrehenden Joghurts zu tun. Die Lösung fand ich dann doch in einem Bugreport. Hier meine /js/main.js:

import $ from 'jquery'
$.fn.sidebar = require('semantic-ui-sidebar')
$.fn.transition = require('semantic-ui-transition')
$.fn.visibility= require('semantic-ui-visibility')

Auf einmal kann ich die jquery Funtionen nutzen. Hexenwerk.